Lifestyle

Vertical Gardening

Kleine Fläche, grosser Gestaltungsspielraum. Mit einem Vertical Garden wird der Stadtbalkon zur grünen Wohlfühloase.

Wie Urban Gardening den Lebensraum Balkon aufblühen lässt.

Der urbane Siedlungsraum ist weltweit auf dem Vormarsch. Städte entwickeln sich, wandeln sich und mit neuen Generationen von Städterinnen und Städtern kommen auch neue Ideen. In vergangenen Jahrzehnten war Städtebau ein Synonym für Betonwüste. Mit Urban Gardening hat sich das Verhältnis zum urbanen Lebensraum verändert. Städte werden mehr und mehr mit kreativen Begrünungslösungen bereichert. Wachsen Städte in die Höhe, wachsen damit auch immer mehr Grünzonen mit. Zum Beispiel mit vertikalen Gärten an Hausfassaden oder mit den Urban Gardening-Zonen in Hinterhöfen, auf Terrassen oder Hausdächern.

Ziel dabei: ein Stück Natur und Erholung in die Städte zurückholen. Gute Wohn- und Bürobauprojekte müssen nachhaltig, effizient und ökologisch sein. Und zudem das bieten, das früher von Grünflächen und Parks abgedeckt wurde. Keine leichte Aufgabe. Die Lösung: Neue Wohlfühlwelten mit Hilfe von Hausfassade, Dach, Balkon und Terrasse schaffen. Biotopverbundsysteme beeinflussen das Mikroklima in den Räumen und auf den Balkonen, indem die ausgewählten Pflanzen Lärm, Staub und Hitze mildern. Wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Menschen.

Gartengestaltung im Hochformat.

Vertical Gardening ist ein moderner Ansatz urbaner Architekturgestaltung und hipper Hobbygärtner-Trend. Dabei geht es immer um Hauswände, Balkone, Terrassen und auch Innenräume. Selbst vor kleinen Vorgärten und Hinterhöfen macht die moderne Art der Gartengestaltung nicht halt. Warum ist sie so angesagt?

Weil der Vertical Garden jede Menge Raum für Pflanzen schafft. Ganz gleich, ob ein Profi-Landschaftsarchitekt eine Gartenwelt im Hochformat kreiert oder Bewohner mit Kreativität und Lust auf DIY («Do It Yourself») das grüne Wand-Graffiti schaffen. Zur Grundausstattung eines Vertical Gardeners gehören Pflanzengitter und -module, Begrünungssysteme mit Bewässerung, Kunststofftaschen, Holzrahmen, Paletten und viel Kreativität.

Balkon, Pflanzen, Tisch

Sie möchten die Bepflanzung Ihrer Wände selbst angehen? Tipps für Ihren Vertical Garden

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Bewässerung

Ganz gleich, wie gross Ihre Pflanzenwand werden soll, machen Sie sich vorab Gedanken über die Bewässerung. Planen Sie eine dauerhafte Wandlösung mit dekorativer Bepflanzung für das ganze Jahr.

Saftiges Grün

Für dekorative Wandgärten im Innenbereich sollten Sie genügsame Pflanzen auswählen, die Zimmerwärme verkraften und zur Lichtsituation passen. Moose, Farne und Sukkulenten sind meist robust genug. Sie gedeihen in Erde, Hydrokultur oder Substrat.

Wand-Begrünung in Europaletten für den Balkon-Garten
Vertikal wachsen

Praktisch alles, was horizontal bei den Lichtbedingungen des jeweiligen Hofes, Gartens oder Balkons gut wachsen würde, kann man auch vertikal kultivieren. Am besten geeignet sind Flachwurzler.

Einsteigermodelle

Je nach Höhe und Bereich Ihres geplanten Vertical Garden sind Hängekörbe, Pflanzrahmen und verschiedene flexible Module im Handel erhältlich. Vorteil: leicht zu bepflanzen und für Anfänger ideal.

Upcycling
Upcycling

Unkonventioneller, preiswerter, aber oft auch aufwendiger ist die Anlage von Hochbeeten mit Europaletten und Teichfolie oder ausrangierten Plastikflaschen.

Vertical Gardening Tipp 5
Gemüsebeet

Geht es Ihnen um den praktischen Nutzen Ihres Vertical Gardens, können Sie im Aussenbereich zum Beispiel Erdbeeren, Kräuter, Tomaten, Paprika und Chili in Pflanztaschen übereinander anpflanzen und so eine «naschbare» Wand gestalten.

Ihre grüne Oase braucht Schutz vor Sonne und starkem Wind

Ob moderne Kassettenmarkisen kombiniert mit einer Seitenbeschattung oder Senkrechtmarkisen für die Beschattung der Fassade inklusive automatisierter Steuerung des Hausenergieverbrauchs: Bei STOBAG steht Ihnen eine grosse Bandbreite an individuellen Lösungen zur Verfügung.

Woher kommt eigentlich das Vertical Gardening?

Das vertikale Gärtnern ist angesagt, aber eine neuzeitliche Erfindung ist es eigentlich nicht. Man denke nur an die geheimnisvollen Hängenden Gärten von Babylon, eines der Sieben Weltwunder der Antike. Diese ausgeklügelt bewässerten Hängegärten, die der Legende nach von der altorientalischen Königin Semiramis oder König Nebukadnezar II angelegt worden sein sollen, hatten eine enorme Höhe.

Im Unterschied zum heutigen Trend waren sie aber einzeln terrassenförmig übereinander angelegte Grünflächen. Moderne Gartenkünstler wie der französische Botaniker Patrick Blanc nutzen ganz bewusst die Vertikale. Blanc liess sich bei seinen ersten Gärten von den feuchten Felswänden in den tropischen Regionen Südostasiens inspirieren. Umgesetzt hat der Botaniker seine zunächst verlachten Ideen inzwischen weltweit. In Europa begrünte er beispielsweise mitten in Brüssel die Fassade des Europäischen Parlaments mit einer Art Stein- und Felsengarten.

Heute gibt es längst weitere berühmte Vertreter des Vertical Gardening, sowohl für den Aussen- als auch den Innenbereich. Namhaftes Beispiel: der «Bosco Verticale» in Mailand vom Architekturbüro Boeri Studio. Boeri hat seinen vertikalen Wald an zwei 110 und 80 Meter hohen Türmen realisiert. Die Türme waren Bestandteil einer räumlichen Entwicklung, bei der es um höchste Effizienz ging. Mit diesem Konzept gewann er im Jahr 2014 den mit 50‘000 Euro dotierten internationalen Hochhauspreis.

Vertical Garden an einer Holzwand

Fragen, die unseren Balkonprofis jeden Tag gestellt werden

Wie viel Pflege braucht eine Store?
Was muss ich bei der Montage beachten?
Kann ich meine Storen automatisieren um die optimalen Verhältnisse für meine Pflanzen zu schaffen?

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